Zen und Kontemplation: Sitzen in Stille als geistiger Übungs- und Lebensweg

16,80 €

Versandkostenfrei

Produktnummer: 978-3945430-03-3-Paperback
Produktinformationen "Zen und Kontemplation: Sitzen in Stille als geistiger Übungs- und Lebensweg"

Zen und Kontemplation – zwei Begriffe aus unterschiedlichen Kulturen, die dasselbe meinen: das Gewahrsein und die Konzentration auf das Innere, eine stille Meditation, die Verbindung mit uns selbst, unserem Atem und dem Leben insgesamt. Ziel dieser spirituellen Übungen ist es, die “Allverbundenheit” zu erfahren, sich also mit sich selbst, allen Wesen und auch dem Göttlichen “Eins-zu-fühlen”. Klemens J. P. Speer zeigt hier, wie man auch als Mensch des 21. Jahrhunderts diese uralten Meditationsformen zur persönlichen Entwicklung nutzen kann.


 

Buchbesprechung Zen und Kontemplation von Klemens Speer

Michael Habecker

Der Autor zeigt in diesem Buch, „wie man auch als Mensch des 21. Jahrhunderts“ die Wege von Zen und Kontemplation “zur persönlichen Entwicklung nutzen kann“. Das geschieht auch unter Zuhilfenahme der integralen Landkarte Ken Wilbers. In der Einführung erläutert Speer, wie er selbst auf den „Übungsweg“ gekommen ist, und beschreibt Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Zen und Kontemplation. Von Willigis Jäger stammt die Einleitung: Liebe – Die heilende Kraft der Liebe. Liebe ist für Willigis ein „Weltbaugesetz“. Er erklärt in diesem Zusammenhang die „Grundstruktur der Evolution“ als „Selbsttranszendenz“ und zeigt einen Weg „über das Ich hinaus“ auf.

Im Teil 1: Zen – und die Kunst das Leben integral zu gestalten beginnt der Autor mit der Frage „Was ist Zen?“ und erläutert die Beziehungen von „Lehrer-Schüler-Lehre“. Der Entwicklungsweg des Zen wird in den Stufen bzw. Zuständen von Kensho (kleine Wesensschau), Amida (tiefe Wesensschau), Satori (großes Erwachen) und Zanmai (Verwirklichung) beschrieben. Speer kommt dann auf das Thema „Entwicklung“ zu sprechen und nimmt Bezug auf die Arbeit von Ken Wilber und dessen Differenzierung von „Aufwachen, Aufwachsen“ und „Aufräumen“. Des Weiteren werden die AQAL Elemente Quadranten, Entwicklungsebenen, Entwicklungslinien, Zustände und Typen vorgestellt. Dies wird verbunden zu „Zen und integrales Leben“.

Im Teil 2: Kontemplation – christliche Mystik entfaltet sich zur integralen Mystik erläutert der Autor den kontemplativen Weg mit Stufenbeschreibungen von „Reinigung, Erleuchtung, Einheit und Integration“. Er unterscheidet und verbindet dabei unterschiedliche spirituelle Wege und schließt das Kapitel mit einer Betrachtung „Kontemplation als integraler spiritueller Übungsweg“ ab.

Teil 3: Sitzende Meditation – Flucht aus dem Alltag? Hier beschäftigt sich der Autor mit unterschiedlichen Themen im Zusammenhang mit Meditation, wie Flucht vor der Realität?, Gefahren, Innere Natur und Ziel der Übungswege, Realitätsgestaltung, Innere Hürden, Langsamkeit, Ruhe und Stille, Mystik und Wissenschaft und stellt Zen und Taiji –Qigong in einen Zusammenhang.

Teil 4: Die eigene Mitte finden – und den Weg im Alltag authentisch gestalten hat die Suche nach der Mitte zum Thema, und zwar im Körper, sowohl physisch wie auch energetisch, im Geist („Kopfzentrum“) und in der Seele („Herzzentrum“). Der Autor erläutert dann, wie einem die eigene Mitte konkret „Entscheidungs- und Handlungshilfe“ geben kann.  

Teil 5: Meister Eckhart – Wegweiser für eine christliche Mystik bringt uns diesen großen Mystiker näher, so wie wir ihn heute mit „Antworten auf die globale Krise unserer Zeit“, konkreten Hinweisen zur „Gestaltung des Alltags“ und einem guten „Umgang mit der Natur und dem menschlichen Körper.“ verstehen können.

Im abschließenden Teil 6: Die Praxis der Übung – Eine Anleitung für Zen und Kontemplation gibt Speer konkrete Hinweise zu den Themen „Räumlichkeiten“ „Übung“, „Vortrag und Einzelgespräch“, „Rituale“, „Entspannung“, „Gruppe“ und „Gruppenleiter“ für die eigene Übung.

Ein Glossar, ein Literaturverzeichnis, ein Autorenportrait und weitere Informationen runden dieses schöne Buch an der Schnittstelle zwischen Zen, Kontemplation und integraler Theorie und Praxis ab. 

Zitat:
„Die tiefste mystische Erfahrung, so sagen uns alle großen Übertragungstraditionen, ist die Erfahrung von ‚Alles ist Eins‘. Dem stimmen auch die christliche Mystik (‚Unio mystica‘) und Meister Eckhart zu. Es gibt nur das Eine, es gibt nur Gott. Es gibt nur die Gottheit, so Meister Eckhart: ‚Zeit und Raum sind Stücke, Gott aber ist Eines‘. Und weiter: ‚In diesem Einen sollen wir ewig versinken, vom Etwas zum Nichts‘, und dennoch ‚abgesondert von aller Zweiheit“.

0 von 0 Bewertungen

Geben Sie eine Bewertung ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit dem Produkt mit anderen Kunden.


Ähnliche Artikel

Der Atem der Seele: Die spirituelle Dimension der bewegten Meditation im Qigong und Taijiquan
Von Klemens J.P. Speer und Melitta van der Vliet-Fuchs Weich fließende, langsame Bewegungen aus der alten chinesischen Tradition des Qigong und Taijiquan haben Heilkraft für Körper und Geist. Getragen von der Erde und aufgerichtet zum Himmel erfahren wir unsere ursprüngliche Würde als Mensch ganz neu. Wir werden uns unserer inneren Mitte und Lebendigkeit bewusst – unsere Seele atmet auf. So entsteht ein Nährboden für die spirituelle Dimension unseres Lebens, die zu mehr Lebensfreude und Kreativität sowie Verbundenheit mit uns selbst, unseren Mitmenschen und der gesamten Schöpfung führen kann.Dieses Buch richtet sich an Interessierte, Übende und Unterrichtende der bewegten Meditation im Qigong und Taijiquan. Die Beiträge geben Anstöße, um einen integralen, körperlich-geistigen Übungsweg für sich zu entdecken oder zu vertiefen und das Leben mit Wachheit und Liebe zu gestalten. Inhaltsverzeichnis Einleitung1 - Hinführung zum Thema: ein Erfahrungsbericht2 - Philosophie, Religion und Spiritualität2.1 - Philosophischer Disput2.2 - Religion und Kultur2.3 - Das Christentum: Unterwegs sein2.4 - Der Daoismus: Im Fluss sein2.5 - Vergleich Christentum und Daoismus2.6 - Spiritualität und Sehnsucht nach Ganzheit2.7 - Die Mystik in den Weltreligionen2.8 - Spiritualität in den Alltag bringen3 - Taiji: bewegte Meditation – aus östlicher und westlicher Sicht3.1 - Daoistische Naturphilosophie und spirituelle Einheitserfahrung3.2 - Magisch-mythische Aspekte im Daoismus3.3 - Entspannung und Gesundheit3.4 - Kampfkunst und Boxen mit dem eigenen Schatten3.5 - Haltungs- und Bewegungsprinzipien4 - Übungsreihen zur bewegten Meditation aus dem Taiji-Qigong4.1 - Gebärden und Piktogramme4.2 - Qi und die Harmonielehre der TCM4.3 - Übungsreihe: In Bewegung und Stille4.4 - Übungsreihe: Die Harmonie4.6 - Übungsreihe: Zwischen Himmel und Erde5 - Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Übungswege in den Weltreligionen5.1 - Taiji und andere Übungswege5.2 - Spiritueller Daoismus und Taiji im Alltag5.3 - Inkulturation in den christlich geprägten Westen5.4 - Transkonfessionelle Spiritualität in der globalen Gesellschaft6 - Meditation im Rahmen der Integralen Philosophie nach Ken Wilber6.1 - Integrale Philosophie und Entwicklung6.2 - Zur Integralen Entwicklung bewegter und sitzender Meditation6.3 - Integrale Entwicklung und Schattenarbeit6.4 - Aspekte einer Integralen Philosophie für sitzende und bewegte Meditation6.5 - Taiji im Einklang der Integralen spirituellen Philosophie7 - Interview mit Willigis JägerNachwort und DanksagungZitatenverzeichnisLiteraturverzeichnisAbbildungsverzeichnisBildnachweisAutorenportraits  

16,80 €